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Collaborative Document Evaluation

Autor(en)
Veröffentlicht:
02.04.2009

Im Rahmen der Dissertation wird „Collaborative Document Evaluation“ als neue Methode untersucht zur Evaluierung von Dokumenten und ihrer Autoren. Die Evaluation kann hierbei über das Inter- oder Intranet stattfinden und soll die Suche nach Dokumenten und Autoren innerhalb von Unternehmen oder dem Internet zu verbessern. Collaborative Document Evaluation unterteilt sich in vier Bereiche:

1. Collaborative Ratings: Leser bewerten Publikationen in Kategorien wie Korrektheit der angewendeten Methoden, Originalität oder Lesbarkeit.

2. Collaborative Annotations: Leser verfassen Kommentare zu Publikationen. Diese Kommentare können wieder von anderen Lesern bewertet werden.

3. Collaborative Links: Leser verlinken Publikationen miteinander und fügen so (zusätzliche) Referenzen einem Dokument hinzu.

4. Collaborative Classifications: Leser klassifizieren Publikationen, ähnlich dem bekannten Tagging von Dateien oder Webseiten.
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Ziel der Dissertation ist die Implementierung eines Prototypen anhand dessen untersucht wird, inwieweit Collaborative Document Evaluation geeignet ist, bei der Lösung der folgenden Problemen bei der Dokumenten- und Autoren/Mitarbeitersuche zu helfen.

(1) Das Finden von relevanten Dokumenten ist auf Grund der zunehmenden Anzahl von Dokumenten im Internet und unternehmensinternen Intranets eine zeitintensive und schwierige Aufgabe. Suchmaschinen haben diese Aufgaben zwar erleichtert aber zum Beispiel die Erkennung von Synonymen bereitet immer noch Probleme. Collaborative Document Evaluation könnte Dokumentensuchmaschinen verbessern. Mittels Collaborative Ratings und Collaborative Filtering können individuelle Empfehlungen für Dokumente ausgesprochen werden. Collaborative Links und Classifications bieten zusätzliche Möglichkeiten um ähnliche Dokumente zu finden. Durch die Annotationen und Tags beinhalten Dokumente zusätzliche Wörter die Suchmaschinen analysieren können.

 

(2) Die Qualität von Dokumenten ist oft schwer einschätzbar. So kommt es, dass Leser sich häufig mit Dokumenten beschäftigen die zwar inhaltlich relevant für sie sein mögen aber ihren qualitativen Anforderungen nicht genügen. Könnten nun Leser die Dokumente bewerten, könnten sich spätere Leser schneller einen Eindruck verschaffen, ob sie ein Dokument lesen sollten.

 

(3) Gerade in großen Unternehmen ist es oftmals schwierig die passenden Mitarbeiter zum Beispiel für ein Projekt zu finden. Durch Collaborative Document Evaluation könnte besser analysiert werden, welche Mitarbeiter welche Skills besitzen. Hat ein Mitarbeiter beispielsweise viele Dokumente zum Thema 'SAP Easy Document Management' gelesen oder in anderen Dokumente Kommentare verfasst, die die Wörter "Document Management" enthalten, könnte dieser Mitarbeiter besonders geeignet sein um in einem Projekt bzgl. Dokumentenmanagement zu arbeiten.


In der Dissertation werden außerdem die kritischen Erfolgsfaktoren von Collaborative Document Evaluation untersucht. Hierzu gehört, wie Leser motiviert werden können, damit sie an dem System teilnehmen. Außerdem müssen ihre Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit eingeschätzt werden.

Autor(en):

Universität Magdeburg

Prof. Dr. Möslein
(Uni Nürnberg-Erlangen)

Prof. Dr. Schwabe
(Uni Zürich)

Dr. Orestis Terzidis
(SAP Research)

Heino Schrader
(SAP University Alliances)